Glücklicher Sieg in letzter Minute
Heute musste man gegen den FC Stäfa 2 ran. In der Hinrunde konnte man gegen die Reserven aus Stäfa einen knappen 1:0 Sieg zu Hause feiern. Somit wussten alle von Anfang an, dass heute eine erneute Bewährungsprobe vor der Türe stand.
Hedinger änderte in der Startaustellung gegenüber der letzten Partie gegen Zürich Nord einige Positionen, auch aufgrund dessen, dass dem ZWEI eine englische Woche bevorsteht. 9 Punkte müssen aus den letzten 3 Spielen her und dann sieht es mit dem Wiederaufstieg in die 4. Liga sehr gut aus.
In den Startminuten gab es einige Stockfehler auf beiden Seiten, vermutlich war man sich nicht mehr an Temperaturen über 20 Grad gewöhnt. Stäfa kam jedoch nach der Startviertelstunde besser ins Spiel und kam auch zu gefährlicheren Aktionen.
18. Min. Nach einem Missverständnis in der Verteidigung des ZWEI's, konnte Riesen alleine auf Keeper Sousa losstürmen und versenkte den Ball souverän zum 1:0 für Stäfa.
Nach dem Rückschlag machte sich beim ZWEI die Nervosität bemerkbar und das Spiel entwickelte sich zu einem Kick and Rush Duell. Beide Teams waren bemüht sich Chancen zu erarbeiten, doch meistens scheiterten die Angriffe an der guten kämpferischen Leistung der einzelnen Akteure.
In der 34. Min. war es Siegenthaler, welcher das ZWEI vorzeitig erlöste und den wichtigen 1:1 Ausgleich erzielte. Unmittelbar vor dem gegnerischen Keeper kam Siegenthaler zum Abschluss und spitzelte das Leder ins Netz.
Kurz vor der Pause in der 42. Min. kam der FCW auf der Höhe der Mittellinie zu einem Freistoss. Egli zirkelte den Ball herrlich in den gegnerischen Sechzehner direkt auf den Kopf von Kaiser, welcher die Flanke gekonnt zum 1:2 ins Tor köpfelte.
Die Führung zur Pause war sehr schmeichelhaft fürs ZWEI. Beide Mannschaften waren sich ebenbürtig und die Führung keinesfalls hochverdient.
Nach der Pause ging es im ähnlichen Stil weiter wie in der ersten Halbzeit.
In der 65. Min. konnte Stäfa von einem Fehler Witikons im Spielaufbau profitieren. In der Vorwärtsbewegung verlor Kaiser den Ball (machte später seinen Fehler wieder mehr als wieder gut) und durch ein einfaches Zuspiel durch die Mitte konnte Weber alleine auf Sousa losziehen und markierte mit einem Flachschuss den Ausgleichstreffer zum 2:2. Nun war das Spiel definitiv auf Messers Schneide. Doch die nächste gelungene Aktion liess nicht lange auf sich warten.
76. Min. oder auch genannt die Hunt Sekunden. Als Hunt ca. 30 Meter vor dem gegnerischen Tor angespielt wurde und hochschaute, sah Hunt, dass der gegnerische Keeper ein paar Meter vor seinem Tor positioniert war. Hunt fasste sich ein Herz und zirkelte den Ball in Pirlo Manier über den Torhüter ins Lattenkreuz, Weltklasse 2:3.
Nun wollte man definitiv nichts mehr anbrennen lassen und man konzentrierte sich aufs Verteidigen, doch vergeblich.
Nach 83. Minuten bekam Stäfa einen Freistoss aus ca.18 Metern und bei den ZWEI Spielern kam bereits beim Anlauf des gegnerischen Captains ein mulmiges Gefühl auf, so kassierte man gegen Neumünster bereits zwei Tore nach Freistössen. Tatsächlich. Weber zirkelte den Ball herrlich über die Mauer unter die Latte zum erneuten Ausgleich 3:3. Diese Schlussphase hatte es in sich.
Geknickt vom erneuten Ausgleichstreffer mobilisierte das ZWEI die letzten Kräfte und auch Stäfa war sehr bemüht nun den Siegestreffer zu erzielen.
In der 89. Min. dann die Erlösung. Nach einem Zuspiel auf Beer liess dieser den Ball durch seine Beine passieren und der Ball erreichte den freistehenden Kaiser. Dieser führte den Ball zwei, drei Meter Richtung Tor „büschelte“ sich diesen auf seinen stärkeren rechten Fuss und schoss diesen extrem routiniert in die rechte untere Torecke zum 3:4.
Der grenzenlose Torjubel war vermutlich bis zur Sportanlage Looren zu hören. Sogar Trainer Hedinger, welcher kurz zuvor noch ein Sauerstoffzelt benötigte stürmte zum Jubeln aufs Spielfeld.
Dieser Jubel spricht definitiv auch für die starke Leistung von Stäfa. Eine Punkteteilung wäre in diesem Fight ein gerechtes Resultat gewesen. Das ZWEI kam nochmals mit einem blauen Auge davon.
Schlusspfiff.
Nun kommt es bereits diesen Mittwoch zum Duell gegen Glattal-Dübendorf auswärts und am Sonntag dann zum letzten Heimspiel gegen den SC Zollikon. 6 Punkte sind das Ziel und damit wäre dann der direkte Wiederaufstieg über Umwege vermutlich perfekt.
Wir hoffen auf viele Zuschauer.
FC Stäfa 2 : FC Witikon 2 3:4 (1:2)
Tore: 18. Min. Riesen 1:0, 34. Min. Siegenthaler 1:1, 42. Min. Kaiser 1:2, 65. Min. Weber 2:2, 76. Min. Hunt 2:3, 83. Min. Weber 3:3, 89. Min. Kaiser 3:4
Zuschauer: ca. 30
Karten: Mastroianni (Gelb)
Witikon: Sousa, Böniger (60 Min. Hess), Egli (C), Wälchli, Bakos, Dedushi (80. Min. Kuzma), Stahel, Beer, Kaiser, Siegenthaler (80 Min. Arias), Hunt
Stäfa: Crivelli, Zuber, Weber, Wolf, Latemser, Ryser, Pause, Mattmann, Niedermann, Weber (C), Riesen