Das Ec setzte sich im Derby gegen Neumünster durch und gewann auch sein viertes Meisterschaftsspiel 5:4 (1:1).
Wer kennt sie nicht, die vielen Weisheiten des Fussballs? «Der Ball ist rund, alles ist möglich.» Oder: «Ein Spiel dauert 90 Minuten.» Oder: «Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten.» Auf das Ec trifft im Moment eine andere Weisheit zu: «Wenn das Team einmal einen Lauf hat, gelingt alles von selbst.»
Ich glaube nicht, dass Liam an diese Weisheit gedacht hat, als ihm rund fünf Minuten vor Schluss des Spiels der Ball vor die Füsse fiel und er ihn aus rund 18 Meter direkt über Neumünsters Torhüter zum 5:3 ins Netz hob. Ein Traumtor war es allemal, das kann man nicht trainieren. Das passiert einfach, weil alles gut läuft und alles stimmt. Auch Luca Meyers Schuss zum vierten Treffer des FCW Minuten zuvor bestätigte, dass das Team sich im Erfolg gefunden hat: eine gelungene Ballstafette über vier Stationen schloss Luca direkt ab.
Es hiess zu diesem Zeitpunkt 4:3, nachdem der FCW zuvor schon 1:0 und 3:1 vorne gelegen hatte, die Führung aber durch Fehler verspielte und nicht alle Chancen nutzte. So gesehen lief also auch bei uns nicht alles rund; es bleibt damit stets noch Raum für Verbesserung. Den jungen Spielern gehört aber dennoch ein grosses Kompliment. In der nunmehr zweiten Wasserschlacht der Saison liessen sie sich trotz der Kälte, welche durch die misslichen Temperaturen und die vom Regen durchtränkten Trikots ausging, nicht unterkriegen und setzten sich durch. Liam und Loris teilten sich je eine Halbzeit den Posten des Torhüters und verteidigten den knappen Vorsprung. Lukas Rees war vorne und hinten eine Bereicherung und machte sein bisher bestes Spiel für den FCW. Luca Meyer hatte nicht nur bei seinem Tor eine gute Szene. Michael ist für uns unverzichtbar, weil er läuft und läuft und läuft… die Lunge des Teams. An seiner Seite wuchsen auch Nicolas Hürlimann und Philipp über sich hinaus, denen viele schöne Spielzüge glückten. Diego hatte einige gelungene Dribblings und stand einem Torerfolg sehr nahe. Noam glänzte bei seinem Pass in die Tiefe auf Ionel und verteidigte am Ende, wie auch Cédric, mit seiner ganzen Kraft den Sieg.
Dank dieser geschlossen, starken Teamleistung führt Witikon die Gruppe gemeinsam mit Engstringen und Regensdorf an. Am Samstag kommt Regensdorf zum Spitzenspiel auf die Looren. Wir werden am Mittwoch vor allem den schwachen Fuss trainieren. Wie heisst doch eine Fussballweisheit: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.»