Zwischen 9. und 16. Februar 2003 bereiteten sich unsere Aktiven 1 in Playa de l'Inglés auf die Rückrunde vor. Nachdem die Bilder bereits online publiziert wurden, hier noch der Bericht.
Der Treffpunkt (vor der Bye Bye Bar am Flughafen Kloten) war passend und die Atmosphäre beinahe kriegerisch. Voller Vorfreude bestiegen wir die Maschine nach Las Palmas, Gran Canaria. Von einer sommerlichen Brise wurden wir am Flughafen in Empfang genommen und mit dem Bus ins 20 Minuten entfernte Playa del Inglés chauffiert. Die Taschen kurz im Zimmer abgestellt, traf man sich bereits zum Abendessen im Hotel wieder. Beim Abendessen und später an der Hotelbar wurde auf gutes Gelingen und eine erfolgreiche wie auch hoffentlich unvergessliche Woche angestossen.
Training und Dünenlauf zu Beginn
Am nächsten Morgen standen wir bereits um 9 Uhr auf dem Platz und waren bereit für die erste Trainingseinheit. Mit den 5 Mietautos fuhren wir zurück ins Hotel. Die Einen gingen gleich auf ihr Zimmer um schon die erste Müdigkeit auszugleichen. Andere begaben sich auf die Suche nach einem geeignetem Restaurant um die Mittagshitze bei gutem Essen und einem kühlen Getränk zu verbringen. Da uns der Trainingsplatz vorerst nur einmal täglich zur Verfügung stand, dachten sich die leitenden Teilnehmer etwas ganz Besonderes für uns aus. Wir fuhren zum Strand und liefen uns im Sand und auf Dünen unter anfänglicher Leitung des Präsidenten (der offenbar mit dem Terrain schon vertraut war) die Seele aus dem Leib. Diese Anstrengung forderte erste wenn auch nur vorübergehende Tribute jenes mal in Form einiger Spieler und eines Betreuers, die sich erst rund eine gute halbe Stunde später beim Treffpunkt einfanden. Ab unter die Dusche, vielleicht ein kleines Schläfchen.
Nach dem Training ...
Vor den jeweiligen Mahlzeiten trafen wir uns vor dem Esssaal. Natürlich immer kräftig in Schale geworfen mit unseren FCW-Trainerhosen und dem Siemens-Polo-Shirt. Stets von den anderen Hotelgästen gleichermassen bewundert wie gefürchtet stürzten wir uns auf das von vielen Seiten kritisierte Abendbuffet. Spätestens nachdem drei aus unseren Reihen unter einer Magenverstimmung litten, wussten wir welchen Köstlichkeiten wir uns besser fernhalten sollten. Der weitere Verlauf des Abends wurde auf vielerlei Art gestaltet. Einige amüsierten sich bei einem lockeren Kartenspiel, andere fanden den Weg ins nahgelegene Spielkasino oder man gönnte sich etwas Ruhe auf dem Zimmer mit der Fernbedienung in der einen und dem Glas Wein in der anderen Hand.
«Klassiker» Alt gegen Jung
Punkt 7 Uhr 30 Frühstück, 9 Uhr Trainingsbeginn. Eine intensive erste Trainingseinheit mit verschiedenen Spielvariationen stand uns bevor. Nach Absprache mit dem Platzwart war es uns glücklicherweise möglich den Rasen zweimal täglich zu benutzen. So wurde eben dieser Rasen am Dienstag Nachmittag Zeuge der Erstauflage des «FCW-Intern-Klassikers» Alt gegen Jung. Wobei die jungen Wilden den älteren Jahrgängen eine empfindliche Niederlage zufügten.
Das wichtige Auswärtstor gegen Maspalomas
Die Konzentration galt nun dem Trainingsspiel am Mittwoch Abend. Mit einem eher lockeren Training am Mittwoch morgen stimmten wir uns auf einen starken Gegner ein. Nach einem kohlenhydratreichen Mittagessen begaben wir uns zum Stadion. Maspalomas unser Gegner entspricht etwa einer Schweizer 2. Liga interregional Mannschaft. So liefen wir um 20 Uhr Ortszeit unter ohrenbetäubenden Beifall bzw. Buhrufen der Einheimischen im 8000 Menschen fassenden Stadion von Maspalomas ein. Unser Gegner beherrschte die Partie, doch uns gelang es mit Einsatz und Kampf dagegen zu halten, gewährten Maspalomas kaum Möglichkeiten. Trotzdem gingen sie mit 1:0 in Führung. Mit mehr Selbstvertrauen kamen wir aus der Halbzeitpause und erkämpften uns Chancen und Spielanteile. Wir hätten einen Ausgleich längst verdient gehabt, doch wir vergaben unsere Chancen. Schliesslich schossen die Spanier das 2:0 per Elfmeter. Uns aber gelang der Treffer des Abends: Ein herrlicher Schuss aus 30 Metern ins die rechte obere Ecke der den Schlussstand besiegelte. 2:1.
Fussballtennis und Wellness zur Erholung
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Erholung. Am Morgen waren erst mal ein gemächliches Auslaufen und einige Minispiele wie Fussballtennis angesagt. Am Nachmittag loteten wir die Möglichkeiten des Hotel eigenen Wellnessbereichs aus. Massagedüsen, Whirlpool, Sauna, verschiedene Liegegelegenheiten und ein türkisches Bad verwöhnten unsere ausgelaugten Körper. Doch in Wirklichkeit war man nach zwei oder gar drei Stunden Wellness müder als man es vorher war. Aber alle rappelten sich für die zwei verbleibenden Tage nochmals heldenhaft auf.
Nach einer gewohnt frühen Trainingseinheit am Freitag Morgen trugen wir die Zweitauflage des Jung-Alt Duell aus. Zwar waren die Partien umkämpfter und die Resultate weniger deutlich, trotzdem setzten sich die Jungen erneut ohne Niederlage mit konzentrierten Fussball durch. So endete der fussballerische Teil unseres Trainingslagers. Vor dem Abendessen sassen wir alle zusammen und tauschten Meinungen zum gesamten Trainingslager aus.
Der letzte Tag (bzw. Abend)
Während sich einige bereits früh morgens zu einer Inselrundfahrt aufmachten, schwitzte die Mannschaft Samstag Mittag bei einem einstündigen Ausdauertraining im Fitnessraum.Der Rest des Samstags war frei. Zum Abendessen trafen wir uns wieder und schmiedeten Pläne wie der letzte Abend zu gestalten sei. Einige waren zu erschöpft, doch viele liessen sich eine letzte Möglichkeit den stimmungsvollen Ausgang Gran Canaria’s zu geniessen nicht entgehen. Um 6 Uhr in der Früh wurden wir vom Bus abgeholt und zum Flughafen gebracht, wo wir die letzten Stunden auf kanarischem Boden verbrachten. Bis schliesslich die Spanair Maschine samt 20 braungebrannten FCWler Kurs Richtung Zürich nahm und uns dort unbeschadet ablieferte.
Tolle Erinnerungen
Wir als Mannschaft nehmen aus diesem Lager viele tolle Erinnerungen nach Hause. Wir haben diese Woche in vollen Zügen genossen und wollen uns an dieser Stelle bei allen herzlich bedanken, die ein solch wunderschönes Ereignis möglich gemacht haben. Ein Dank geht natürlich auch an die Trainer und Funktionäre, die vor Ort für einen reibungslosen Ablauf der Dinge sorgten.