3:0-Erfolg gegen den Racing Club: Die 3.-Liga-Fussballer aus Witikon nähern sich Sieg um Sieg ihrem Ziel, dem Aufstieg. Ausrutscher sind nicht erlaubt, denn Verfolger Jugoslavija punktet im Gleichschritt.
Szenenapplaus für Daniele Vacchio. Der Witiker Stürmer durfte sich bei seiner Auswechslung in der Schlussphase feiern lassen, obschon er gerne noch bis zum Schluss auf dem Platz gestanden hätte. Mit zwei Treffern hatte der Linksfüsser wesentlich zum 3:0-Sieg seines FC Witikon gegen den Racing Club beigetragen.
Durchatmen auch auf der Witiker Trainerbank. Es geht doch noch. Nach zuletzt durchzogenen und teils ungenügenden Leistungen zeigte die Mannschaft endlich wieder ihre positive Seite. Dem Gegner, spielerisch gewiss eines der stärksten Teams der Gruppe, wurde über 90 Minuten nur eine einzige Torchance gewährt. Und diese vergab Racings Stürmer Raphael Kunz, der als Junior bei Witikon spielte, erst noch aus stark abseitsverdächtiger Position.
Ansonsten spielte nur eine Mannschaft. Die Witiker störten den Gegner früh, erkämpften sich die Bälle oft bereits in der gegnerischen Platzhälfte und setzten Racing unter Dauerdruck. Fast im Minutentakt ergaben sich so Torchancen. Deren drei wurden genutzt. Nach Vacchios Treffern vor und nach der Pause durfte sich auch der eingewechselte Beciraj mit dem 3:0 in die Statistiken eintragen lassen.
Aufstieg vor Augen, Jugoslavija im Nacken
Vier Runden vor dem Saisonende führt Witikon die Tabelle der Drittliga-Gruppe 3 unverändert an. Der Aufstieg in die 2. Liga ist zum Greifen nah. Ausrutscher darf sich das Team des Trainergespanns Axel Thoma/Martin Grob allerdings keine mehr leisten. Einen solchen gab es vor drei Wochen beim Auswärtsspiel in Unterstrass, das die Witiker nach einem desolaten Auftritt mit 2:5 verloren. Da der Verfolger Jugoslavija gleichzeitig gegen Racing verlor, kam das Züriberg-Team mit einem blauen Auge davon. Vier Verlustpunkte beträgt im Moment der Vorsprung auf Jugoslavija, das seine Rückrundenspiele bis auf eine Ausnahme ebenfalls gewonnen hat.
Die eigenen Stärken konsequent ausspielen und nicht mehr nachlassen: Die Trainer-Devise für die kommenden Wochen der Entscheidung ist ebenso klar wie logisch. Axel Thoma zweifelt keine Sekunde an den spielerischen Qualitäten seiner Mannschaft. Wichtig sei es aber auch, die Emotionen auf dem Platz im Griff zu halten, wenn eine Partie mal nicht wunschgemäss beginne. In diesem Bereich habe die Mannschaft noch Steigerungspotenzial, so der ehemalige Profi in der deutschen Bundesliga.
Dieses gilt es umzusetzen und im Training weiter hart zu arbeiten. Die kommenden Gegner der Witiker sind Oerlikon-Polizei, Meilen und Egg. Wenn man diese Teams besiegen kann, ist der Aufstieg bereits vor der letzten Runde und dem vermeintlichen «Finalspiel» gegen Jugoslavija perfekt. Attraktive Perspektiven für den FC Witikon.