Der FC Witikon schlug am Sonntag in einem sehr gehässigen Spiel Galatasaray mit 4:3
In einem sehr komischen Spiel kam der FCW vorerst mal gehörig unter die Räder. Es war keine Organisation und keine Ordnung auf dem Platz zu sehen. Die Gäste kamen des öfteren in den Strafraum und Spielten mit ihren Gegnern Katz und Maus. Umso erstaunlicher war es, als Häuptli aus zwei Chancen zwei Tore erzielte und, so würde man meinen, endlich Ruhe ins Spiel bringen konnte. Dem war nicht so, denn der Gast setzte wieder zu Angriffen an und kam kurz darauf zum Anschlusstreffer. Für den Ausgleich sorgte Galatasaray mit einem Elfmeter, den Ruch verursachte. Und so ging man auch in die Kabine. Dummer Rückstand und sofortige Reaktion Die 2. Halbzeit konnte also von null in Angriff genommen werden, doch da machten die Gäste nicht lange mit und schossen sofort das 2:3. Was wäre wohl gewesen, wenn Häuptli nicht postwendend wieder den Ausgleich erzielt hätte? Der Mittelfeldspieler nahm einen hohen Freistoss von Heeb mit der Brust mit und schoss aus kurzer Distanz ein. Von da an wurde das Spiel etwas hektischer. Das südländische Temperament der Gäste kam langsam zum Vorschein und erreichte seinen Höhepunkt beim nächsten Treffer für den FCW. Dieser kam in Strafraumnähe zu einem Freistoss. Der Torwart war damit beschäftigt, die Mauer zu stellen, und Imbach schaltete am schnellsten, überlistete den Goalie mit einem unerwarteten Schuss, der via Pfosten den Weg ins Netz fand. Der Fussballplatz verwandelt sich in ein Schlachtfeld Die Folge war ein Hagel wildester Proteste gegen den Schiedsrichter von Seiten der balkanischen Mannschaft. Dieser liess sich nicht umstimmen, sollte aber von da an immer wieder das eine oder gar beide Augen für die Gäste zudrücken. Diese begannen auf übelste Weise in die Zweikämpfe zu gehen. Hier mal ein Schlag, dort mal ein Kick. Jeder durfte mal jeden treffen, ohne dass der Referee einschritt. Die Witiker liessen sich glücklicherweise nicht von diesen üblen Tretereien provozieren und schaukelten das Resultat noch über die Zeit. Viel hatte dieses Spiel nicht mit normalem Fussballalltag zu tun. Zuerst sprang das Resultat im Fünfminuten-Takt, Galatasaray drehte einen Zwei-Tore-Rückstand in ein 3:2 um, kassierte gleich wieder ein Tor, und bestach dann durch eine sehr unfaire Spielweise. Häuptli traf gleich dreimal, auch das so etwas wie ein Novum, und Haupt bekam seine ersten Minuten nach langer RS-Pause. Imbach war schliesslich noch der Matchwinner in seinem Comeback und so kann der FCW mit zuletzt guten Resultaten auf einem sehr guten Rang überwintern. Danach sollte der eine oder andere Verletzte zurückkehren und der Kader des FCW wieder etwas an Tiefe gewinnen. Wenn die Serie weiterhin fortgesetzt werden sollte, dann liegt für die Looremer gegen die Tabellenspitze hin alles noch drin. Matchtelegramm: FC Witikon-Galatasaray 4:3 Tore: 1:0 Häuptli (20.), 2:0 Häuptli (28.) 2:1 (32.), 2:2 (38.), 2:3 (46.), 3:3 Häuptli (49.), 4:3 Imbach (75.) FC Witikon: Grob; Lohrmann, Zanchetta, Albisser, Vonwil; Weber, Heeb, Häuptli (85. Perenzin), Ruch (60. Haupt); Schaufelberger, Cathomas (48. Imbach). Gelbe Karte für Genoud. Nächstes Spiel des FCW am 12.11. in Hüntwangen (Cup).