Vorrunde mit Licht und Schatten

Die erste Mannschaft des FC Witikon hat sich für die Rückrunde alle Möglichkeiten offen gehalten. Das Team vom Zürichberg überwintert in der 2. Liga nach durchzogenen Leistungen auf dem vierten Tabellenrang. Für die Rückrunde gilt: Mit einem guten Start ist gegen vorne nochmals alles möglich.

(aus Züriberg Zeitung

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Die Winterpause ist für die Mannschaft mit ihrem Trainer Axel Thoma unverhofft früh gekommen.Überraschend hat der Aufsteiger Centro Gallego Schaffhausen die Partie gegen den FC Witikon aus Witterungsgründen abgesagt. Ins Wasser fiel damit auch der geplante Apéro, den der in Büsingen bei Schaffhausen wohnhafte Coach im Anschluss an sein «Heimspiel» in der Nordschweiz bei sich zuhause geplant hatte. Zeit also für den FC Witikon, zur Saisonhälfte der zweiten 2.-Liga-Saison nach dem Wiederaufstieg, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Sie fällt durchzogen aus. Gestartet war die Mannschaft furios, fertigte den Absteiger Oberwinterthur zuhause gleich mit 6:1 ab und unterstrich damit, dass die ambitionierte Zielsetzung der Klubleitung, der Aufstieg in die 2. Liga interregional, nicht von ungefähr kam. Das Züriberg-Team liess seine Qualitäten in diesem Spiel aufblitzen, überzeugte mit schnellem, geradlinigem Spiel nach vorne und überforderte so den Gegner.

Reifen im mentalen Bereich

So hatte sich das Axel Thoma in etwa vorgestellt, der von den spielerischen Qualitäten seines Teams überzeugt ist. Reifen muss der FC Witikon hingegen im mentalen Bereich. Dem überzeugenden Auftritt gegen Oberwinterthur folgte nämlich ein nicht anders erklärbarer Leistungsabfall gegen den Abstiegskandidaten Zürich-Affoltern. Die Folge: eine ärgerliche 0:1-Niederlage und die ersten Zweifel. Es folgten weitere Niederlagen gegen die Spitzenteams Bassersdorf und Töss, der Saisonstart war dem FC Witikon gründlich misslungen.

Ambitionen für die Rückrunde

Die Mannschaft reagierte allerdings positiv und legte danach einen Zwischenspurt mit Siegen gegen Beringen (3:0), Oerlikon-Polizei (3:2), Seuzach (2:1), Schwamendingen (1:0) und Veltheim (4:2) hin. Dazwischen lag ein Punktgewinn gegen das spielerisch überzeugende Blue Stars (2:2). Getrübt wurde die erfolgreiche  Herbstphase einzig durch die erneut unnötige Niederlage trotz Feldüberlegenheit gegen Aufsteiger Unterstrass (2:5). Axel Thoma wägt ab: «Wir haben einige Spiele fahrlässig und aus eigenem Unvermögen verloren, dafür in siegreichen Partien hie und da auch das notwendige Wettkampfglück beansprucht.» Rundum zufrieden kann er mit der Vorrunde nicht sein, die Hoffnungen auf einen Spitzenplatz bleiben indes intakt. Gegenüber dem Spitzentrio Seuzach, Töss und Bassersdorf weist der FCW einen Rückstand von fünf respektive vier Verlustpunkten auf. Das ist mit einem optimalen Start im Frühling noch aufholbar, ist man sich in Witikon einig. Von Aufstieg spricht zurzeit allerdings niemand mehr. Thoma: «Ich will die Spieler auf die jeweils nächste Begegnung vorbereiten. Wenn wir konzentriert zu Werke gehen, können wir jeden Gegner schlagen.» Abgerechnet werde am Schluss.

Erhoffte Verstärkungen

Vordergründiges Ziel für den deutschen Ex-Profi (VFB Stuttgart, FC Schaffhausen) ist nun eine unmittelbare Verstärkung des Spielerkaders. Oft musste der FCW in der Vorrunde wegen Verletzungen und Abwesenheiten mit dem letzten Aufgebot und teils mit nur zwei Ersatzspielern antreten. Das soll sich nun ändern: Mittelfeldspieler Claudio Bazzi dürfte nach längerer Abwesenheit den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Möglich ist auch der eine oder andere Transfer von Spielern, die Axel Thoma aus seinen früheren Tätigkeiten beim FC Zürich und GC kennt. Der Coach wünscht sich einen stärkeren Konkurrenzkampf und dadurch eine Steigerung des Leistungsniveaus. «Wer sich im Training aufdrängt, verdient im Spiel eine Chance.»Der FC Witikon kann sich für die Rückrunde neue Ziele stecken. Möglich ist nach wie vor alles. Der Sprung ganz nach vorne, aber auch ein Absturz ins Tabellenmittelfeld oder gar in die Abstiegszone. Ein solches Szenario wird am Zürichberg indes ausgeschlossen.

 

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