Anfang Februar dieses Jahres hat der Gemeinderat der Stadt Zürich den Neubau des Mehrzweckstadions Letzigrund und den Zusatzkredit für Spiele der Euro 2008 in Zürich einstimmig gutgeheissen. Damit wird nun die Stadtzürcher Stimmbevölkerung am 5. Juni 2005
Auf Grund der Verzögerung beim Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal und um doch noch EM-Fussballspiele in Zürich zu ermöglichen, hat der Stadtrat im letzten Herbst entschieden, den geplanten Neubau des stadteigenen Mehrzweckstdions Letzigrund vorzuziehen. Am 9. Februar 2005 hat der Gemeinderat einstimmig dem Neubau des Letzigrunds, dem Gestaltungsplan sowie dem Zusatzkredit für die Durchführung von drei Spielen der Euro 2008 in Zürich zugestimmt. Damit liegt nun das letzte Wort bei der Stadtzürcher Stimmbevölkerung, die am 5. Juni 2005 über die beiden Vorlagen entscheidet. Im Wissen um die Bedeutung zeitgemässer Sportstätten für die Stadt haben sich unter der Leitung der «Pro Sportstadt Zürich» wichtige Zürcher Sport- und Kulturinstitutionen sowie Quartiervertreter und Politiker aller relevanten Parteien zum Abstimmungskomitee «Pro Letzigrund» zusammengeschlossen.
Eine lohnenswerte Investition in die Zukunft
Denn das Stadion Letzigrund ist in einem schlechten Zustand und genügt den Anforderungen an ein zeitgemässes Mehrzweckstadion nicht mehr. Auch ohne Neubau müsste es in den nächsten Jahren einer Renovation in zweifacher Millionenhöhe unterzogen werden, ohne dass dies zu einer spürbaren Verbesserung führen würde. Die Stadt Zürich hat alle theoretisch möglichen Varianten – Rückbau zu einem Breitensportstadion, Sanierung des heutigen Stadions und Stehenlassen der Osttribüne mit Teilneubau – genau geprüft. Die Abklärungen haben ergeben, dass keine dieser Lösungen Sinn macht.
Der Neubau des Stadions kostet brutto 110 Mio. Franken. Zieht man davon die enthaltenen 5 Prozent für Unvorhergesehenes sowie die zu erwartenden Beiträge von Bund und Kanton ab, kommt das Projekt die Stadtkasse noch auf rund 85 Mio. Franken zu stehen. Diesen Investitionskosten steht langfristig ein von Fachleuten geschätzter Umsatz aus Veranstaltungen von ca. 30 Mio. Franken pro Jahr gegenüber. Ein ebenso gutes «Preis-/Leistungsverhältnis» weist der Zusatzkredit über 11,3 Mio. Franken für die Durchführung von EM-Spielen im neuen Letzigrund auf: Gemäss einer Studie des Schweizerischen Fussballverbandes beträgt der zusätzliche Umsatz, welcher der drittgrösste Sportanlass der Welt für Zürich generiert, allein für die Zürcher Tourismusbranche bis zu 39 Mio. Franken.
Ein Mehrzweckstadion für Sport und Kultur
Mit einem eigenen Mehrzweckstadion stellt die Stadt Zürich langfristig ein attraktives Sport- und Kulturangebot zur Verfügung, das unabhängig von wirtschaftlichen Einflüssen ist. Damit erfüllt sie einen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Auftrag und nimmt ihre politische Verantwortung gegenüber dem Sport und der Kultur wahr. Denn der neue Letzigrund kommt sowohl dem Spitzen- und dem Breitensport als auch der Kultur zugute. Er dient der Leichtathletik als nationales Trainingszentrum und dem LC Zürich als Trainingsanlage. Zudem erhält das Leichtathletik-Meeting «Weltklasse Zürich» eine zeitgemässe Arena, welche die Zukunft dieser weltbekannten Veranstaltung sichert. Obwohl die erste Mannschaft des FC Zürich dereinst im neuen Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal ihre Heimspiele austragen wird, bleibt der neue Letzigrund das Zuhause des FCZ und der Letzikids. Auch die Zuschauer der publikumsträchtigen Veranstaltungen wie den diversen Openair-Konzerten mit Weltstars, dem Blasmusikfestival oder dem Blue Stars/FIFA Youth Cup kommen in den Genuss der verbesserten Infrastruktur.
«Wir hoffen, dass alle, denen der Sport und die Kultur in Zürich am Herzen liegen, am 5. Juni ein überzeugtes Ja in die Urne legen. Denn mit dem Neubau des Mehrzweckstadions Letzigrund und der Euro 2008 gewinnt die ganze Stadt Zürich», sagt Hans Diem, Präsident des Abstimmungskomitees «Pro Letzigrund».
Kontaktperson: Hans Diem, Präsident Abstimmungskomitee «Pro Letzigrund», Telefon G 01 247 49 00, P 01 431 84 55