Kent Ruhnke: Über Teambildung, Motivation und mentale Härte

Am Montag, 2.4.2001 konnten die beiden Vereine ihre gemeinsame Reihe von Veranstaltungen mit dem ehemaligen Trainer der ZSC Lions fortsetzen.

Die zwei Verantwortlichen, Jürg Nater (Präsident FC Altstetten) und Adi Noventa (Leiter Marketing, FC Witikon) konnten über 50 Gäste (Trainer, Helfer und Funktionäre) als Dank für deren grosses Engagement für den Fussball begrüssen. Weitere Freunde der beiden Vereine und Vertreter der Presse waren ebenso präsent wie Mitglieder vom Businessclub «Loorenkopf».Folgende Themenkreise wurden erörtert: Gewinnen ist eine erlernte Fähigkeit und kann beigebracht werden. Der Trainer ist sich sein eigenes Unternehmen. Wie motivierte ich ein Team? Prinzipien für die Teambildung. Die Pyramide des Erfolges. Die vier «C» der mentalen Härte. Das Geheimnis «Körpersprache». Im gleichen Boot sitzen. Kent behauptet auch, dass die Meisterschaft gewinnen nicht notwendigerweise ein gutes Team bildet, sondern nur ein gutes Team in der Lage ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Oder er zitiert Wayne Gretzky, der sagt, dass es nicht wichtig ist, schnell zu sein, sondern schnell beim Puck zu sein. Der Ausspruch von Michael Jordan «wenn du Champion sein willst, musst du es von dir selber erwarten» kann wohl als der Kern seiner Philosophie betrachtet werden. Es war aber nicht die intellektuelle Substanz, welche im oben beschriebenen Vortrag das Charisma von Kent Ruhnke ausmachte. Vielmehr ist es eine persönliche Mischung des ehemaligen erfolg- reichen und weitgereisten Sportlers, des erfahrenen Playing Coaches und Trainers, des gefragten Referenten, Kolumnisten und Kommentators, des einfühlsamen Lehrers und ausgebildeten Sportlehrers, die den Gesprächspartner in seinen Bann ziehen. Der spezielle Reiz des Abends wurde noch unterstrichen, dass Kent unter Freunden auch Namen, Fakten und Ereig- nisse zitierte, welche die meisten – wenn überhaupt – dann nur vom Hörensagen kannten. Ehrlich und offen gab der Referent zu, dass er sich sowohl als Person als auch als Trainer/ Coach (weiter) entwickelt habe. Vom anfänglichen Demagogen, über Diktator zum demokratischen Führer und Entwickler seiner Spieler und deren Umfeld. Selbstbewusst zeigte er sich als typischer Nordamerikaner, wenn er sich als die beste Lösung für eine ZSC- Zukunft bezeichnete und sich am besten zutraut, den Geist des Hallenstadions nicht nur zu bändigen, sondern für sich arbeiten zu lassen. Kent Ruhnke hatte ein Heimspiel bei uns in Witikon, nichtsdestotrotz wurde während der anschliessenden Diskussionen angriffig um Standpunkte gerungen. Auch als Kent schliesslich spät am Abend die Gesellschaft verliess, gingen die Gespräche im immer kleiner werdenden Kreis angeregt weiter – sogar am nächsten, vor allem am übernächsten Tag flammten die Debatten wieder auf, als es - dem Sport sei es gedankt – dem ZSC gelang, in Lugano zu gewinnen und wieder ins «Spiel» zu finden. Wenn wir jetzt «unseren» Kent Ruhnke am TV co- reportieren hören, dann erinnern wir uns gerne an einen feinen Menschen und wir hören aus seinen Betrachtungen viele seiner oben zitierten Grundsätze und wir wissen als Eingeweihte sozusagen, was er damit meint und auch warum das so ist oder - wie das Leben oder die oft Realität zeigt, eben manchmal auch nicht.

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