Akt. 1 - Oerlikon/Polizei ZH 2 2:2

Dramatik und gerechte Punkteteilung

FC Witikon – Oerlikon/Polizei 2   2:2 (2:2)

Ein sonniger aber stets kühler werdender Samstagabend – Stunden vor dem grossen Oktoberfest im „Elefant“  - bildete den Rahmen für das 3.-Liga-Meisterschaftsspiel gegen die Zweite Mannschaft von Oerlikon/Polizei auf der „Looren“.  Aus der letzten Spielzeit hatten wir ja noch eine Rechnung offen mit diesem Team, das uns damals mit der einzigen Niederlage der Saison den Aufstieg vermasselt hatte. Nun „zierten“ schon deren vier unser Konto, und es galt, mit Blick auf das Tabellenende eine fünfte zu vermeiden.

Das Spiel

Die Oerliker bereiteten sich bis unmittelbar zum Spielbeginn draussen auf dem feuchten Rasen für das Spiel vor, während unsere Mannschaft die warme Kabine aufsuchte. So konnte es nicht erstaunen, dass die frischer wirkenden Gäste bald in Führung gingen; das Tor wurde von Vogel erzielt, er hatte schon im Frühjahr alle drei Tore zu unserer folgenschweren Niederlage geschossen.…. Es war keine halbe Stunde vorbei, doppelten die Oerliker nach, verschiedene Unachtsamkeiten in der Verteidigung trugen unserem Team  ein weiteres Gegentor und Ruben eine gelbe Karte ein, die noch Auswirkungen zeitigen sollte.

Glücklicherweise zeigte unser Team Moral und kämpfte sich wieder heran. Mit schönen Spielzügen kombinierte man sich vors gegnerische Tor und zweimal ertönte auch Torjubel, wobei ein satter Kopfball von Stefan Niedecken besonders sehenswert war. Die Partie stand 2:2, und alles war wieder offen. Nun bescherte ein sackgrobes Einsteigen dem bereits mit gelb vorbelasteten Ruben eine zweite  Karte dieser Farbe, die gleichbedeutend mit dem Ausschluss kurz vor der Halbzeitpause war.

Die Zweite Halbzeit

Mit dem Mute der Verzweiflung versuchten die Witiker trotz numerischer Unterlegenheit mitzuhalten, im Mittelfeld wurde hübsch kombiniert, es fehlte indessen der Zug aufs Tor. Man musste froh sein, dass Raja Schnyder bei einigen  Gelegenheiten seine „big safes“ auspackte und einmal auch bei einem satten Pfostenschuss riesiges Glück in Anspruch nehmen musste. Da beide Mannschaften eigentlich die drei Punkte dringend benötigt hätten, nahm die Partie an Dramatik zu, die sich teilwiese mit Verunglimpfungen am Schiedsrichter entlud. Dieser brauchte sich nichts vorzuwerfen, er leitete die Partie souverän, man muss einfach auch bedenken, dass ein 3.-Liga-Schidsrichter ohne Linienrichter auskommen,  und sich bei Offside-Entscheiden oft auf sein Gefühl verlassen muss. Aber mit Bestimmtheit war der Schiedsrichter derjenige Akteur, der während dem Spiel mit Abstand am wenigsten Fehler beging…. So endete schliesslich das Spiel mit dem bereits bei Halbzeit feststehenden 2:2, das Zittern vor dem Tabellenende setzt sich weiter fort.

Als Auflockerung zum bitteren Meisterschaftsgeschehen findet nun noch am
Mittwoch 9. November um 20.00 Uhr das Cupspiel gegen den Zweitligisten, FC Bassersdorf, auf der „Looren“ statt.