Akt. 1 - Rot Weiss Winikon 1 1:2 (1:0)

Man ist im FCW noch nicht so richtig angekommen in der Fussballsaison 2016/17. Das erste Meisterschaftsspiel gegen Fehraltdorf ging mit 0:1 verloren. Das erste Heimspiel (ohne Matchankündigung durch Plakate) gegen Pfäffikon konnte trotz einer roten Karte mit 1:0 gewonnen werden. Heute stand nun (wieder ohne Plakate) das Rivalenderby gegen den selbsternannten Schweizermeister des Jahres 2023, Rotweiss Winikon, auf dem Programm.

Zuschauer(Tiefen-)Rekord…

Ob wegen der fehlenden Plakate oder wegen des gleichzeitigen WM-Ausscheidungsspiel gegen Europameister Portugal: Als Schiedsrichter Thomas Luder den Ball freigab, umsäumten handgezählte 22 Zuschauer die Anlage in der Looren. Eine Nachzählung kurz vor der Halbzeitpause durch Claude Oertli hat dann die Präsenz von über 30 Zuschauern ergeben, ein stattlicher Teil davon aus der 18-Seelen-Ortschaft Winikon.

Das Spiel

Das Spiel plätscherte zu Beginn vor sich her. Fussballexperte Jürg Inhelder konnte auf beiden Seiten kein Spielsystem erkennen, wenig Ballberührungen, der Ball wurde meistens weit nach vorne gedroschen, ohne dass die Angreifer etwas Kreatives damit anfangen konnten.

Schliesslich stellten die Statistiker aber dann doch eine Überlegenheit der Gäste im Bezug auf Ballbesitz fest, während die Witiker mit einigen überfallartigen Gegenstössen zu gefallen wussten. Nach einer Cornerserie der Winiker lösten sich die Witiker aus der Umklammerung und ein Distanzschuss aus über 20 Meter fand überraschend den Weg ins Gästetor: 1:0.

Der emotionelle Höhepunkt war indessen das zweifache Torgeschrei in kurzen Abständen aus Andreas Café, wo das Schweizerspiel auf dem Bildschirm zu sehen war, und die Schweizer mit einem Doppelschlag in Führung gingen.

Der Doppelschlag

Apropos Doppelschlag; ein solcher sollte auch unserer Mannschaft in der zweiten Halbzeit zum Verhängnis werden. Eine "kurze" Ecke wurde vor dem Witiker Tor auf den Kopf von Shabani gezirkelt, der keine Mühe bekundete, aus nächster Nähe den überfälligen  Ausgleich zu erzielen. Sehenswert war dann der zweite Treffer der Winiker, als nach englischem Vorbild eine Flanke nicht aufs Tor, sondern elegant zurückgeköpft wurde, so dass Christian Nagel unbedrängt zum Siegestor einschiessen konnte. Bei einem Spielanteil von gefühlten 30:70% und noch einem Lattenköpfler kurz vor Schluss hatte sich Rotweiss Winikon diesen ersten Meisterschaftserfolg redlich verdient; lediglich ein weiterer Distanzschuss unseres FCW hatte nochmals für etwas Gefahr gesorgt, im Übrigen hat unser  Angriff die Bemühungen zum Torerfolg mehrheitlich eingestellt.

Geduldigster und aufmerksamster Betrachter des Spieles war mit Bestimmtheit Brigitte Oertli‘s Hund Jupp, bevor er dann nach dem Schlusspfiff ein Tänzchen aufführte und sich mit lautem Bellen über die drei Punkte freute.

Die enttäuschten FCW-Fans brauchten das ebensolche Resultat auch nicht auf der Matchuhr abzulesen; diese war schlicht nicht eingeschaltet worden...